Karijini Nationalpark

00:24 meinedefinitionvomglueck 0 Comments


Egal wen man fragt, was man an der Westküste gesehen haben muss, fällt dieser eine Nationalpark, der Karijini Nationalpark. Der zweitgrößte Nationalpark Australiens hat zahlreiche Schluchten und wunderschöne Felsformationen zu bieten. Ganz an der Westküste liegt er zwar nicht, aber den kleinen Umweg nahmen wir in Kauf, da wirklich jeder, mit dem man sich unterhielt, nicht mehr aus dem Schwärmen heraus kam.

Also ließen wir uns diesen Nationalpark nicht entgehen und machten uns nach unserem kurzen Zwischenstopp in Port Hedland auf den Weg dorthin. Schon von der Straße, die in den Park führt, aus konnten wir diese wunderschöne Aussicht auf die Berge genießen.

Wie auch auf der Gibb River Road sind die Straßen hier so staubig und trocken, dass man fast immer eine meterlange Staubwolke hinter sich herzieht. Demzufolge kann man dann auch nur beten, dass man die Fenster schnell genug zukriegt, wenn einem ein Auto entgegenkommt.

Die erste Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz direkt am Rand des Nationalpark und machten ein kleines Lagerfeuer, da die Nächte recht kühl wurden, umso weiter es in den Süden ging.


Gleich morgens fuhren wir als erstes zum Hamersly Gorge, einer Schlucht durch die in der Trockenzeit ein kleines Bächlein läuft. Wenn man dann so dort lang wandert bzw, eher klettert, fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Die Art und Weise, wie die Felsen von Wasser, Wind und anderen Witterungseinflüssen geformt wurden, habe ich noch nie irgendwo gesehen.

Da wir nicht viel Zeit hatten, konnten wir uns leider nur noch das Dales Gorge ansehen, wo wir zuerst zum Circular Pool fuhren und uns den Hang herabkämpften um in dem natürlichen Pool ein Bad zu nehmen. Ich ging allerdings nicht weiter als bis zu den Knien rein, da das Wasser kurz vor dem Gefrierpunkt war, zumindest gefühlt.

Da der Aufstieg hoch zum Auto sehr anstrengend war, beschlossen wir. uns die Fortescue Falls nur von oben anzusehen. Aber was hier aussieht, wie ein kleiner Bach, der ein paar Steine herunterrinnt, wird in der Regenzeit zu einem reißenden Strom.

Den Tag schlossen wir auf der Bullara Station ab. Vor allem an der Westküste, kann man auf vielen Farmen für kleines Geld campen und die familiäre Atmosphäre genießen. Âuf dem Weg dorthin konnten wir noch diesen Blick auf Mount Bruce, den höchsten Berg Westaustraliens erhaschen.



Diese Station war echt toll. Gleich bei der Ankunft wurden wir zum Damper essen am Lagerfeuer eingeladen und erhielten Tips, was wir uns auf unserer Route noch ansehen müssen. Wir entschieden uns allerdings gegen die alten Leutchen am Lagerfeuer und gingen die Farm ein wenig auf eigene Faust erkunden. Wir fanden Autowracks, Schafe, Pferde, den Scherschuppen und dieses kleine Shetlandpony, dass uns direkt am Eingangstor begrüßte.
Auf jeden Fall handelt es sich beim Karijini Nationalpark um ein wirklich schönes Fleckchen Erde und auch ich kann es nur weiterempfehlen.
Bis zum nächsten Mal!